Hühneraugen

Wer kennt ihn nicht – den Schmerz durch ein Hühnerauge? Häufig ist dieser sogar so unangenehm, dass er das Gehen stark behindert oder ganz unmöglich macht. Dies ist nicht nur sehr schmerzhaft, es kann auch den Alltag stark beeinträchtigen und Lebensqualität kosten. Daher sollte man wissen, was zu tun ist, um einerseits der Bildung von Hühneraugen vorzubeugen und andererseits eine schnelle Heilung zu begünstigen.

Was sind Hühneraugen und wie entstehen sie?

Drückende Schuhe können Hühneraugen verursachen

Drückende Schuhe können Hühneraugen verursachen

Bei dem sogenannten Hühnerauge handelt es sich um eine Hornhautverdickung, die hauptsächlich am Fuß auftritt. Hier sind meist die Zehen, die Zehengelenke oder die Regionen um den Mittelfußknochen herum betroffen. Als Ursache für die Bildung gilt in der Regel ein zu starker Druck auf die betroffene Stelle. Dies ist beispielsweise beim Tragen von zu engen oder zu kleinen Schuhen der Fall. Zum Teil kann die schmerzhafte Hornhautverdickung aber auch eine Folge von bestimmten Fußverformungen sein. Dies ist etwa beim Spreizfuß der Fall. Auch ein Virusinfekt kann die Ursache sein. Ein Hühnerauge besteht meist aus einer Hornschwellenbildung, bei der der Sporn in die Tiefe gerichtet ist. Diese Verdickung ist kegelförmig und bildet sich um die nach innen gerichtete Spitze. Der Schmerz rührt daher, dass die nach innen wachsende Verdickung häufig nahe an die extrem schmerzempfindliche Knochenhaut oder die Zehengelenke heranreicht. Je weiter die Verdickung fortschreitet, desto schmerzempfindlicher ist sie. Besonders anfällig sind dabei Diabetiker oder Menschen mit Durchblutungsstörungen.

Wie kann ein Hühnerauge therapiert werden?

In der Regel kann man sich selbst helfen, indem man etwa Druckpolster oder -ringe verwendet, die die betroffene Stelle deutlich entlasten. Außerdem helfen Medikamente, die Salicylsäure enthalten. Hier besteht einerseits die Möglichkeit, eine Lösung aufzutragen, oder aber ein spezielles Pflaster. Vorbeugend kann die Haut regelmäßig durch pflegende Cremes, Fußbäder oder den Einsatz von Bimssteinen bzw. Hornhautraspeln behandelt werden. Zeigt die Selbsthilfe keine Wirkung vermehren sich die Hühneraugen gar, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn offene Stellen oder Verletzungen nicht abheilen, ist dies ringend anzuraten. Besonders Diabetiker oder Menschen mit Durchblutungsstörungen sollten kein Risiko eingehen und direkt einen Arzt aufsuchen, da hier oft kleinste Wunden schwerwiegende Folgen haben können. Bei besonders hartnäckigem Befall kann zuweilen ein operativer Eingriff nötig sein, um die Hühneraugen zu entfernen.

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